Maria Holaus, die sympathische alpine Skiläuferin aus Brixen im Thale beendet ihre aktive Rennlaufbahn. Eine Karriere, in der die 26jährige viele Höhen, aber auch zahlreiche verletzungsbedingte Tiefen durchlaufen musste. Stets hat sich dem großen Talent der Rennläuferin eine weitere Verletzung in den Weg gestellt. Das Krankenhaus wird Maria demnächst aus einer neuen Perspektive erleben können – Im Herbst beginnt sie die Ausbildung zur Hebamme.
Drei Kreuzbandrisse ertrug Maria Holaus bereits, bevor sie mit 23 Jahren in den Weltcup ein- und bald in die erweiterte Spitze aufstieg. „Schon nach meiner ersten Verletzung 2002 habe ich mir gesagt, noch eine machst du nicht mit“, erinnert sich Holaus: „Aber nach der Reha konnte ich wieder gute Leistungen abrufen und habe all meine Energie in den Skisport gesteckt.“
Nicht einmal ein Monat nach ihrem ersten Weltcupsieg (Super G in Cortina) war das Seitenband eingerissen und der Schienbeinkopf angebrochen. Ein Jahr darauf wurde nach anhaltenden Knieschmerzen ein Meniskuseinriss diagnostiziert, das Knie arthroskopiert – und die WM abgehakt: „Aber es war trotzdem nie schwer, mich wieder zu motivieren. Innerlich habe ich nie aufgegeben, weil ich trotz Verletzungen immer gut mithalten konnte. Allerdings schaltete sich der Kopf ein und aus meinem ungebremsten Mut mit 18 Jahren, wurde von Jahr zu Jahr etwas weniger Mut“, erklärt Holaus. Nach dem schweren Sturz beim Einfahren für die Abfahrt in Haus im Ennstal lautete die erschütternde Diagnose: Verletzung des Sprunggelenkes, Bruch des Außenknöchels, und Verletzung des Syndemosebandes: „Als ich da im Schnee saß und wusste, schon wieder ist etwas in meinem Körper „kaputt“, war für mich ein endgültiger Schlussstrich gezogen. Ich brauchte ein neues Ziel, welches ich ja schon hatte.“
Ausbildung zur Hebamme
Über die schwere Verletzungszeit half Maria vor allem die Büffelei hinweg. Vor einem Jahr begann sie, für die Berufsreife zu lernen. Noch mit Gipsbein absolvierte die Brixentalerin im Februar ihre ersten Prüfungen: „ Ich wollte mich nicht hängen lassen.“ Im Juni folgte dann die erfolgreiche Absolvierung der Berufsreifeprüfung und das harte Aufnahmeverfahren für die Hebammenschule in Innsbruck: „Es gab unheimlich viele Bewerber. Ich habe wochenlang zittern müssen, ob es mit der Aufnahme geklappt hat.“ Und es klappte mit der Schule, für Holaus der letzte ausschlaggebende Grund für das Ende ihrer Laufbahn: „Das war für mich die letzte Bestätigung, dass ich jetzt meine Rennfahrkarriere beenden werde.“
Rückblick auf schöne Zeiten
„Ich blicke auf eine sehr schöne Zeit zurück. Ich durfte viele verschiedene Menschen, Länder und Kulturen kennen lernen. Ich habe gelernt zu kämpfen, zu akzeptieren und zusammen zu arbeiten. Der Leistungssport hat mich mit allen Erfolgen und Rückschlägen sehr geprägt und ich möchte diese Zeit nie missen. Ich bin froh, dass ich nun ein neues Ziel anstreben darf und stolz, so viel aus meiner Sportlerzeit mitnehmen zu können. Es gibt so viele, denen ich danken möchte, meinen Eltern, meinem Freund, meinen Trainern, Sponsoren und allen, die an mich geglaubt haben. Besonders viel Kraft gibt mir, dass meine Heimatgemeinde Brixen im Thale so fest hinter mir steht. Ich habe so viel guten Zuspruch erhalten, dafür möchte ich mich bedanken“, meint Maria, die die Zeit bis zum Beginn der Schule im Herbst jetzt mit Freund Josef Schild verbringt: „Wir genießen die Zweisamkeit. Sind viel auf der Alm zugegen und nützen auch unseren gemeinsam erstandenen VW Bus für Kurztrips.“
Hallo meine lieben Leser!
Hallo Leute!
Beim Einfahren für die Abfahrt in Haus im Ennstal hat sich Maria heute einen Bruch des rechten Außenknöchels zugezogen. So lautete die erschütternde Diagnose der Untersuchung im Krankenhaus in Schladming, wo Maria sofort von ÖSV-Teamarzt Erich Altenburger und Dr. Christian Kaulfersch operiert wurde und nun für einige Tage zur Beobachtung verbleiben wird.
Dazu Dr. Erich Altenburger: "Wie die Röntgenbilder ergeben haben, hat sich Maria Holaus eine Verletzung des Sprunggelenkes, einen Bruch des Aussenknöchels, und eine Verletzung der Syndesmosebandes zugezogen. Holaus befindet sich jetzt im Aufwachraum. Ihr wurde bereits ein entsprechender Verband an das Bein angelegt, mit dem sie am Sonntag die Heimreise antreten kann."
Maria Holaus muss ca. sechs Wochen pausieren. Maria war nach einem Innenskifehler zu Sturz gekommen und anschließend gegen eine Schneekanone gerutscht. Damit ist die Olympiasaison für die sympathische Tirolerin, die in ihrer Karriere immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, wohl frühzeitig beendet.
Es ist Maria`s Abfahrtspremiere in Haus im Ennstal: "Aber ich freue mich darauf, denn ich habe schon gehört, dass es sich um eine lässige Abfahrt handeln soll", meint Maria, die sich heute, Dienstag, auf nach Haus machte. Schon morgen steht in Haus im Ennstal das erste Training für die Heimweltcuprennen an. Das Programm: 8.1.2010 Abfahrt der Damen , 9.1.2010 Abfahrt der Damen; 10.1.2010 Super-G der Damen
"Besonders freue ich mich, dass mein Fanclub mit von der Partie sein wird", meint Maria. 20 Leute werden sich von Brixen im Thale aus auf den Weg machen, um Maria in Haus zu unterstützen.
Leider musste ich etwas enttäuscht aus Val d´Isere abreisen. Erstens, weil die Abfahrt am Samstag aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse leider abgesagt wurde. Zweitens, weil ich im Super-G keinen besonders guten Lauf gezeigt habe.
Die Absage der Abfahrt fand ich besonders schade, denn die Strecke hat sich in einem ausgezeichneten Zustand befunden und ist sicher eine der schönsten Abfahrten, die ich kenne (viele kenne ich zwar nicht, aber trotzdem).
Mein Rennen heute war an so manchen Stellen zu inkonsequent gefahren und sehr fehlerhaft, deshalb die schlechte Platzierung und der große Rückstand. Mir fehlt noch ein bisschen die Rennpraxis, um beständig und schnell zu sein.
Diesen Super-G hake ich ab und bereite mich auf die kommenden Rennen neu vor.
In der rennfreien Zeit werde ich einige Tage Riesentorlauf und Super-G trainieren, um mein Selbstvertrauen auf dem Schi wieder zu stärken. Für mein körperliches Wohl steht Konditionstraining auf dem Plan. Und für meinen Kopf, gehen sich hoffentlich zwei Schitouren aus.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit! Liebe Grüße Maria
Nachdem der Start der Damen-Abfahrt im französischen Val d'Isère mehrfach verschoben worden ist, musste der Bewerb letztlich wegen schlechter Sicht und vor allem wegen starken Windes im oberen Streckenabschnitt abgesagt werden.
Weil heute die erste Superkombination dieser Saison gefahren wurde, hatte ich diesen Tag zu meiner freien Verfügung. Am Vormittag habe ich einige Tore Riesenslalom trainiert und danach noch eine Runde im Skigebiet gedreht.
Auch die Herrenrennpiste bewältigte ich, obwohl sie unglaublich steil und schwierig ist. Ich bin in diesem Fall fast ein bisschen froh, dass ich kein Mann geworden bin ;-) Im TV sah man bei Weitem nicht, wie anspruchsvoll diese Piste ist.
Mit Trockentraining, Videostudio und Therapie werde ich mich noch auf mein morgiges Rennen vorbereiten. Ich freue mich darauf und hoffe auf ganz viele Zuseher.
Hallo!
Es ist wieder an der Zeit für Aktuelles aus meinem Schifahrerleben.
Gesten sind wir in den Nobelschiort Val d´Isere gereist. Ähnlich wie in Canada haben wir auch hier in Frankreich eiskalte Temperaturen und super Schneeverhältnisse.
Heute hatten wir unser erstes Renntraining, für die, am Wochenende stattfindende, Abfahrt. Die Strecke ist wunderschön mit vielen Wellen, super Kurven und schönen Sprüngen. Eine Abfahrt zum Wohlfühlen. Heute hatte ich allerdings noch so meine kleinen Überwindungsschwierigkeiten. Das Losglück hat mir die Startnummer Eins eingebracht, beim ersten Training immer ein komisches Gefühl, weil man nur sehr wenig brauchbare Informationen bekommt. Trotzdem war es ein gutes Training für mich. Ich habe mich herangetastet und hatte Spaß.
Für morgen weiß ich jetzt schon mehr und werde versuchen, einige Passagen besser und schneller zu meistern. Mit Platz sechs nach dem ersten Training, weiß ich jedoch, dass mir auch diese Strecke sehr gut passt und eine Lieblingsstecke werden könnte!
Jetzt werde ich noch ein bisschen ausradeln, Manu in der Therapie besuchen und vielleicht einen kleinen Sprung in die Stadt wandern.
Bis bald, alles Liebe Maria
Heute ist es wohl richtig schlecht gelaufen bei mir. Ich kann es mir leider noch nicht erklären, aber es ist so. Ich war wieder locker und bin mit einer großen Vorfreude ins Rennen gegangen. Hatte auch während meiner Fahrt, ein richtig gutes Gefühl und bin alle Passagen annäherend so gefahren, wie es für mich passen würde.
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