Die nächsten fünfeinhalb Wochen verbringt der Kramsacher Radprofi Thomas Rohregger und das Radioshek Nissan Trek Team in Übersee, wo zwei Rundfahrten und zwei Grand Prix auf dem Programm stehen.
Erster Stopp der Nordamerika Tour ist die Olympiastadt Salt Lake City, wo am Dienstag die Tour of Utah startet. Im Anschluss geht’s für das Team weiter über Denver nach Aspen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase an die Höhenlage in Colorado starten Rohregger und Teamkollegen Andy Schleck, bei der Tour de Colorado. Danach bleiben dem Kramsacher einige freie Tage in den USA, die Rohregger bei Freunden verbringt, ehe es weiter nach Kanada geht, wo die beiden Grandprix in Quebec und Montreal stattfinden: „Die Rennen sind für unser Team und vor allem für die Sponsoren unseres Teams unheimlich wichtig. Wir starten mit einer ambitionierten Mannschaft rund um Ändy Schleck und Andreas Klöden. Ich freue mich unheimlich auf die Zeit in Nordamerika.“
Bei den Temperaturen, die das Thermometer heute wieder angezeigt hat, war ich schon neidisch auf die Leute, die sich am Wasser abkühlen konnten. Aber das gehört nun mal zum Job, umso mehr schätze ich es, dass uns trotz Hitze wieder so viele Fans zugejubelt haben. Wie ich ja gestern schon angesprochen habe, schätzen das auch Fahrer aus anderen Nationen sehr. Genauso, wie die schönen Hotels und das gute Essen ;-)
Weil dem Träger des Tchibo-Trikots nach jeder Etappe eine Kaffeemaschine als Preis übergeben wird, kann ich stolz behaupten, schon bald ein Kaffeehaus eröffnen zu können. Scherz beiseite, natürlich hoffe ich auch morgen wieder auf eine solche Maschine und würde mich darüber so freuen, als ob es die erste wäre!
Apropos Freude: Tagtäglich trudelt bei mir ein Motivations- SMS von Armin Assinger ein und jedes Mal freue ich mich wahnsinnig darüber, genauso wie über alle anderen, die an mich denken!Danke euch dafür! Morgen steht das Zeitfahren am Porgramm und der Transponder kommt diesmal unbedingt mit!
Heiß und zäh – mit diesen Worten lässt sich die fünfte Etappe beschreiben. Mir hat es auf den letzten Kilometern der 240km Etappe heute echt die Grenzen aufgezeigt. Ich habe mit Krämpfen gekämpft und mich nur noch irgendwie ins Ziel retten können. Aber die Stimmung am Sonntagberg war echt ein Wahnsinn. Und noch was ist mir in den letzten Tagen erst wieder so richtig bewusst geworden, nämlich wie schön es bei uns in Österreich wirklich ist. Das höre ich auch beinahe täglich von meinen Mannschaftskollegen, die allesamt begeistert sind. Momentan liege ich in der Gesamtwertung auf Rang vier. Morgen geht’s in Niederösterreich weiter über 185,2km. Mal sehen, was die sechste Etappe so bringt!
Hallo Leute!
Während der Rennverlauf der heutigen Glockneretappe für mich eher einen bitteren Beigeschmack hatte, war es für unser Radioshak Nissan Trek Team ein guter Tag. Mein dänischer Kollege Jakob Fuglsang ist nicht nur neuer Glocknerkönig, sondern hat auch das gelbe Trikot von Danilo di Luca erobern können. Unsere Teamtaktik ist eigentlich voll aufgegangen. Wir wollten den anderen das Rennen schwer machen und das Feld zerlegen. Das Problem war dann aber, dass die anderen in meiner Gruppe schwach gefahren sind und komplett kaputt waren. Währenddessen habe ich hinten die Beine stillhalten müssen. So ist das nun einmal im Radsport – da muss man auch einmal den Teamerfolg vor den eigenen Erfolg stellen.
Ich habe zwar heute mehr als drei Minuten verloren und liege momentan auf Rang 4, aber für mich war es das noch nicht mit dem Thema Gesamtwertung. Es wird schwer, aber wir liegen alle noch sehr kompakt. Außerdem träume ich noch von einem Etappensieg. Den Sonntagberg, der morgen auf der längsten Etappe nach Niederösterreich am Programm steht, habe ich mir im Vorfeld genau angeschaut. Jakob wird morgen versuchen, das gelbe Trikot zu verteidigen und die Lage zunächst mal abchecken. Ich hoffe, ich habe dann freie Fahrt und kann Vollgas geben. Es ist noch alles möglich. Jakob ist ein guter Zeitfahrer und ich möchte am Berg noch ein wenig Zeit gewinnen. Ich fühle mich sehr, sehr gut und musste heute nicht ans Limit gehen. Die guten Beine stimmen mich für morgen positiv!
Hallo Leute!
Wahnsinn, wie viele SMS und Facebook-Nachrichten nach dem gestrigen dritten Platz auf`s Kitzbüheler Horn bei mir eingetrudelt sind. Ich möchte mich auf diesem Wege nochmals bei allen für die netten Worte bedanken, die mich natürlich gleich doppelt motivieren.
Heute stand die zweite Etappe über 141,8km nach Lienz am Programm, eine kurze aber heftige Strecke. Der Start in Kitzbühel war schon mal lässig, weil wieder viele Freunde und Bekannte vor Ort waren, um mich anzufeuern. Der Umstand, dass es uns gleich dreimal so richtig eingewässert hat, machte die Sache heute natürlich nicht leichter und „nass“ ist für den Zustand, in dem sich meine Schuhe befinden, kein Ausdruck mehr. Aber was sind schon nasse Schuhe gegen das weiße Trikot des besten Österreichers, das ich heute verteidigen konnte Mit dem Rennverlauf bin ich also zufrieden, ich konnte mit der großen Spitzentruppe ins Ziel rollen und den dritten Rang in der Gesamtwertung verteidigen.
Morgen geht’s auf das Dach Österreichs. Der Großglockner ist immer ein ganz spezieller Streckenabschnitt. Natürlich habe ich die gestrige Etappe noch in den Beinen gespürt, aber so ist das nun mal bei einer Rundfahrt. Deshalb gibt’s heute noch eine Massage, danach wird gegessen und dann gönne ich mir noch eine Kugel Eis in der meiner Lieblings- Gelateria, die ich vom Training in Lienz kenne. Danach geht’s noch auf das offizielle Mitarbeiterfest der 64. Österreich Radrundfahrt. Eine solche Anerkennung haben sich die Mitarbeiter für ihre großartige Arbeit mehr als verdient und die Veranstalter geben sich immer dementsprechend viel Mühe. Da ist es Ehrensache, dass ich kurz Hallo sage! Ich hoffe, ihr seid morgen dabei, wenn der ORF die Schlacht auf den Großglockner ab 11.30 Uhr live ausstrahlt!
„Die vergangenen Tage waren aufgrund der Schmerzen in der Hand wirklich hart. Gestern habe ich mich nochmals im Krankenhaus durchchecken lassen, jetzt merke ich aber, dass sich der Zustand verbessert. Deshalb geht der Blick ganz klar nach vorne.
Meine heutige Aufgabe ist klar definiert: Fränk für einen etwaigen Sieg zu unterstützen und ich denke schon, dass das zu schaffen sein sollte. Ich muss Fränk also heute bis ca. 3 km vor dem Ziel aus der Schussbahn nehmen, dann aber im letzten Anstieg Kraft sparen für die Bergetappen. Samstag und Sonntag wird es nämlich richtig steil!
Ich möchte mich auch nochmals bedanken. Ich freue mich sehr über die vielen SMS und Social Media Nachrichten. Nach dem Sturz hat mir u.a. Armin Assinger geschrieben, dass ich die Arschbacken zusammenkneifen und kämpfen soll. Das werde ich auch machen, freue mich auf die kommenden Tage!“
Hallo Leute!
Die Hand tut wirklich sehr weh und es ist fast nicht möglich, im Stehen den Berg hoch zu fahren! Aber wenigstens ist nichts gebrochen! Die nächsten Tage muss ich jetzt einfach überleben und Fränk Schleck im Kampf um das rosa Trikot unterstützen zu können. Das ist das Ziel und da heißt es - Zähne zusammenbeißen! lg, euer Tommy
Hallo Leute! Die gestrige Präsentation war der Hammer - es waren extrem viele Fans vor Ort. Jetzt freue ich mich auf den Start des Giros mit dem heutigen Prolog. Meine Startzeit: 18.08Uhr. Haltet nach der Nummer 177 Ausschau :-) Heute denke ich besonders an Wouter, trage ihm zu Ehren WW 108 auf meiner Startnummer. Er hat uns leider viel zu früh verlassen! Dem Fuß gehts besser- keep your fingers crossed and get the giro started.
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