Landertinger beim Weltcupauftakt in Pokljuka: Im Wettkampfmodus zum Vaterglück?

Ab dem kommenden Wochenende lotst der erste Weltcup der Saison die Biathlon-Szene nach Pokljuka. Auch der Olympia-Bronzene von Pyeongchang, Dominik Landertinger, hat die Rennen in Slowenien auf dem Kalender. Daneben wartet in den nächsten Tagen aber noch ein privates Highlight auf den PillerseeTaler: Der errechnete Geburtstermin seines Sohnes. „Gottseidank findet der Weltcupauftakt heuer in Pokljuka und nicht in Östersund statt, da kann ich ins Auto einsteigen und bin in gut drei Stunden daheim, wenn es losgehen sollte“, grinst Landertinger, der der Geburt seines ersten Kindes entgegenfiebert: „Unser Sohn ist mein absolutes Highlight, da habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht allzu viele Gedanken um den Weltcupauftakt gemacht.“

„Fühle mich so gut, wie schon lange nicht mehr“

Dennoch scheint der positive Gedanke an seine kleine Familie dem PillerseeTaler auch aus sportlicher Sicht Flügel zu verleihen: „Hinter mir liegt der beste Sommer meiner Karriere. Ich konnte mich zum ersten Mal seit drei Jahren absolut schmerzfrei vorbereiten und fühle mich körperlich fit, wie schon lange nicht mehr. Wenn es so bleibt und ich gesund bleibe, sollte es heuer also ganz gut passen“, so Landertinger, der seine Form auch schon bei den stark besetzten Qualifikationsrennen des Österreichischen Skiverbands in Obertilliach in der vergangenen Woche unter Beweis stellte: „In der Spur hat es schon im Sprint sehr gut gepasst, da habe ich nur ein falsches Nebelkorn erwischt und entsprechend schlecht geschossen. Beim Verfolger hat dann beides gepasst und ich habe das Rennen für mich entscheiden können. Das stimmt mich sehr positiv.“

Mixed-Staffel als erste Bewährungsprobe im aktuellen Weltcupwinter

Das Handy stets griffbereit und auf einen Anruf seiner Freundin Marion wartend, hat der 30-Jährige PillerseeTaler beim Auftakt in Pokljuka aber dennoch einen Start in der Mixed-Staffel am Sonntag im Visier. Bis dahin trainiert das Team noch in Obertilliach: „Es liegt in etwa gleich hoch wie Pokljuka, deshalb haben wir uns nach dem Trainingslager in Norwegen noch ein wenig in heimatlichen Gefilden vorbereitet“, so Landertinger.
Der Hochfilzener, dessen Heimweltcup heuer vom 10. bis 16. Dezember ansteht, möchte auch im Gesamtweltcup an die Zeit vor seiner Bandscheibenoperation anschließen: „Ziel ist es, in dieser Saison konstant vorne mitzumischen und gute Leistungen zu bringen. In Pokljuka heißt es deshalb, gut hinein zu starten und vielleicht gelingt es mir ja schon dort, neben dem privaten Höhepunkt, auch ein erstes sportliches Highlight zu setzen“, so Landertinger.